Donnerstag, Oktober 25th, 2012...09:38
Zweiunddieselbe – Mary E. Pearson
Zweiunddieselbe – Mary E. Pearson
Um dieses Buch bin schon eine kleine Ewigkeit herumgeschlichen. Durch einen Tausch konnte ich es nun endlich lesen.
Nach einem schrecklichen Unfall erwacht die 17 jährige Jenna Fox aus dem Koma. Mit Grace, ihrer Mutter und Lilly, ihrer Großmutter, wohnt die junge Frau nun in einer kleineren Stadt. Ihr Vater kommt nur selten zu Besuch, denn beruflich ist er sehr eingespannt. Er ist ein hoch angesehener Wissenschaftler und Arzt.
Schnell merkt Jenna, dass mit ihr etwas nicht stimmt: Warum läuft sie so eigenartig? Warum fühlen sich ihre Hände fremd an? Der beinahe komplette Gedächtnisverlust macht der jungen Frau sehr zu schaffen. Nur bruchstückhaft erinnert sie sich an Ereignisse und Gefühle zurück.
Als Jenna wieder zur Schule gehen darf, scheint ihr Leben wieder farbenfroher zu werden. Sie besucht eine Privatschule mit einer kleinen Klasse. Sie bekommt wieder Umgang mit gleichaltrigen Jugendlichen, der ihr gut tut und doch gleichzeitig noch mehr Fragen aufwirft, denn warum wird ihr der Umgang mit Ethan, den sie sehr gern hat, verboten?
Ich habe Angst, dass ich schon verloren bin.
Mary E. Pearsons Jugendroman spielt in der Gegenwart. Die Wissenschaft und die Medizin sind jedoch weiter vorangeschritten, denn mithilfe von Neurochips ist es möglich menschliches Gewebe, Organe und Knochen nachzubauen. Dies rettet Jennas Leben und doch zerstört es ihres im gleichen Moment.
Der Autorin ist es gelungen einen leicht verständlichen Roman zu schreiben, indem sehr wichtige ethische Themen behandelt werden: Wer bin ich? Was will ich sein? Was ist richtig? Was ist falsch? Wie weit darf Medizin gehen? Wo ist der Sitz unserer Seele?
“Zweiunddieselbe” ist ein durchaus leises Buch mit viel Tiefgang!
Der Mensch ist nicht notwendigerweise ein Einzelwesen. Manchmal braucht er anderen Menschen um sich. Manchmal werden zwei Menschen einen flüchtigen Augenblick lang zu ein und demselben Menschen.
Julia

1 Kommentar
Oktober 25th, 2012 at 20:58
Das klingt wirklich interessant!